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Auftrittstress

Das 2. Gebot

“Du sollst den Abend im Vorgespräch mit dem Veranstalter durchplanen, keine unverbindlichen Absprachen treffen und – immer lächeln!”

 

Schaumburger Denker

 

 

 

 

 

 

 

 

(So Vermeiden Sie bereits im Vorfeld Auftrittstress)

Dieses Mal war’s eine Jubiläumsfeier im Festzelt.
Nach 180 Kilometern Autobahn und einer geringfügigen Verspätung hüpfen wir beschwingt aus dem Auto, um die Anlage auszupacken.
Vertraute Klänge umschmeicheln unsere Gehörmuscheln:
„Auf der Straße, nach Mendocino …“
Vertraute Klänge? Mendocino? Da spielt doch schon …
Tatsächlich. Auf der Zeltbühne stehen zwei nett anzusehende junge Damen mit Keyboard und Gitarre und geben ihr Bestes, um die Gäste auf die Tanzfläche zu locken.
Bei dem darauffolgenden, nicht ganz streßfreien Gespräch mit dem Veranstalter stellt sich heraus, daß sein um das Gelingen des Festes bemühter älterer Herr als besondere Überraschung ebenfalls eine Band (s. o.) engagiert hat.
So kamen denn alle Beteiligten zusammen, hielten innere Einkehr und riefen den Gott des Kompromisses an:
Die anderen hörten etwas früher auf, wir fingen dafür etwas später an.
Die anderen bekamen etwas weniger Gage, wir dafür – auch.

Nach chaotischem Ab/Aufbau und etwa einer Stunde Spielzeit arbeiten unsere Endstufen nicht mehr ordentlich, kurze Zeit drauf können wir ihnen keinen Ton mehr entlocken. Hektische Suche nach dem Fehler – kein Ergebnis. Nur Akkordeon und Schlagzeug, Gesang unplugged und all das bei trautem Kerzenschein – ach wie schön kann doch das Musikerleben sein.

Tagsdrauf erfahren wir, daß eine zum Elektromagneten mutierte, aufgewickelte Kabeltrommel des Veranstalters die Ursache allen Übels ist.
Der Rest – ist Schweigen (und unsere neuen Visitenkarten nehmen wir komplett wieder mit).

Selbstverständlich passiert Ihnen so etwas nicht, denn Sie treffen während der Vorgespräche verbindliche Absprachen mit dem Veranstalter.
Bereits während der telefonischen Auftragsannahme notieren Sie sich Namen und Telefonnummer, erfragen den genauen Ort und Beginn der Veranstaltung.
In einem weiteren persönlichen Gespräch klären Sie die persönlichen musikalischen Vorlieben und Abneigungen des Veranstalters, die Zahl und möglichst auch die Alters- und Sozialstruktur der Gäste.
Besonders wichtig sind geplante Einlagen von Gastentertainern, wie B. die eines Zauberkünstlers, das Ständchen vom Gesangverein und die Rolle, die man Ihnen zugedacht hat.
Konkurrenzdenken? Kennen Sie nicht!
Obwohl es nervt, wenn man mit einem Darsteller konfrontiert wird, der seinen Job (möglicherweise besser?) beherrscht und das Publikum schnell auf seiner Seite hat – Sie sind kooperativ.
Es kann nicht in Ihrem Interesse liegen, wenn die Bauchtänzerin zu der Musik aus einem Billigrecorder (35 % Klirrfaktor) ihren Unterkörper kreisen läßt und im kalten Neonlicht der Festzeltbeleuchtung  einfach keine erotische Atmosphäre aufkommen will. Sie stellen Ihren Recorder zur Verfügung und setzen Ihre Beleuchtungsanlage ein, damit die Zeltbeleuchtung ausgeschaltet werden kann. Veranstalter und Publikum werden es wohlwollend zur Kenntnis nehmen.
Natürlich gibt es noch weitere beachtenswerte Punkte, die abzuklären sind. Eine komplette Aufstellung finden Sie auf der nächsten Seite.


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